Beste Vorbereitungsmaterialien für Goethe Zertifikat B1: Sprechen Teil 2, Teil 3- Redemittel und Beispiele

Goethe Zertifikat B1: Sprechen Teil 2, Teil 3- Redemittel und Beispiele

Teil 1:

Analyse & Strategie für Teil 2: Ein Thema präsentieren

Dieser Teil ist ein kurzer Monolog. Sie halten eine Mini-Präsentation von ca. 3 Minuten. Die 5 Folien (slides) sind Ihre Landkarte – sie geben Ihnen eine klare Struktur vor. Verlaufen Sie sich nicht!

  • Was wird bewertet?
    • Struktur: Folgen Sie logisch den 5 Folien? Gibt es eine klare Einleitung und einen klaren Schluss?
    • Inhalt: Sprechen Sie zu jedem Punkt? Geben Sie persönliche Erfahrungen, Beispiele und eine begründete Meinung an?
    • Sprache: Benutzen Sie passende Verbindungswörter (z.B. zuerst, dann, außerdem, meiner Meinung nach)? Ist Ihr Wortschatz zum Thema passend? Ist Ihre Grammatik korrekt genug, dass man alles gut versteht?
  • Die beste Strategie:
    1. Vorbereitung ist alles: Sie haben 15 Minuten Vorbereitungszeit. Nutzen Sie diese! Schreiben Sie zu jeder Folie 2-3 Stichpunkte auf Ihren Notizzettel. Schreiben Sie keine ganzen Sätze, das kostet zu viel Zeit und Sie lesen dann nur ab.
    2. Struktur halten: Beginnen Sie mit Folie 1 und beenden Sie mit Folie 5. Machen Sie klare Übergänge zwischen den Folien.
    3. Frei sprechen: Schauen Sie Ihre Zuhörer (Prüfer und Partner) an. Sprechen Sie frei und natürlich, basierend auf Ihren Notizen.
    4. Zeitmanagement: Üben Sie zu Hause, eine Präsentation in ca. 3 Minuten zu halten.

Analyse & Strategie für Teil 3: Über ein Thema sprechen

Dieser Teil ist die Interaktion nach den Präsentationen. Er hat zwei Phasen:

  1. Nach Ihrer Präsentation: Sie beantworten eine Frage von Ihrem Partner und/oder dem Prüfer. Hier zeigen Sie, dass Sie flexibel auf Fragen reagieren können.
  2. Nach der Präsentation Ihres Partners: Sie geben ein kurzes, freundliches Feedback und stellen eine passende Frage zum Inhalt der Präsentation. Hier zeigen Sie, dass Sie aktiv zugehört haben.
  • Die beste Strategie:
    • Aktiv zuhören: Wenn Ihr Partner spricht, hören Sie gut zu! Machen Sie sich eine kleine Notiz, damit Sie eine gute Frage stellen können.
    • Positives Feedback: Beginnen Sie Ihr Feedback immer positiv. („Danke für deine interessante Präsentation.“)
    • Relevante Frage stellen: Ihre Frage sollte sich auf den Inhalt beziehen, nicht auf die Grammatik. Zeigen Sie Interesse!
    • Bei Fragen an Sie: Nehmen Sie sich kurz Zeit zum Nachdenken. Wenn Sie eine Frage nicht verstanden haben, fragen Sie höflich nach. Das ist besser als falsch zu antworten.

Teil 2: Die ultimative Redemittel-Sammlung für Ihre Präsentation

Hier finden Sie eine umfangreiche Sammlung an Redemitteln (useful phrases) für jede der fünf Folien.


Folie 1: Thema vorstellen & Struktur erklären

  • Thema vorstellen:
    • „Guten Tag zusammen. Ich möchte heute über das Thema ‚[Thema der Präsentation]‘ sprechen.“
    • „Das Thema meiner Präsentation lautet: ‚[Thema der Präsentation]‘.“
    • „Ich habe mich für das Thema ‚[Thema der Präsentation]‘ entschieden, weil es heutzutage sehr aktuell ist.“
    • „In meiner Präsentation geht es um die Frage, ob/warum/wie…“
  • Struktur erklären:
    • „Meine Präsentation besteht aus den folgenden Teilen:“
    • „Zuerst werde ich über meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Thema sprechen.“
    • „Danach präsentiere ich die Situation in meinem Heimatland.“
    • „Anschließend werde ich einige Vor- und Nachteile nennen und meine eigene Meinung dazu sagen.“
    • „Zum Schluss komme ich zu meinem Fazit.“

Folie 2: Meine persönlichen Erfahrungen

  • Einleitung des Teils:
    • „Was meine persönlichen Erfahrungen betrifft, kann ich sagen, dass…“
    • „Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass…“
    • „Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich berichten, dass…“
  • Beispiele geben:
    • „Zum Beispiel, als ich ein Kind war, habe ich…“
    • „Ich erinnere mich an eine Situation: Mein kleiner Bruder…“
    • „In meiner Familie ist es so, dass…“
    • „Ich kenne jemanden, der…“

Folie 3: Die Situation in meinem Heimatland

  • Einleitung des Teils:
    • „Jetzt möchte ich über die Situation in meinem Heimatland, [Name des Landes], sprechen.“
    • „In meinem Heimatland ist die Situation ähnlich/ganz anders.“
  • Beschreiben & Beispiele geben:
    • „Bei uns in [Land] ist es üblich/normal, dass…“
    • „Die meisten Leute in [Land] denken, dass…“
    • „Im Vergleich zu Deutschland gibt es in [Land] mehr/weniger…“
    • „Ein gutes Beispiel dafür ist…“
    • „In den Schulen / In den Familien bei uns…“

Folie 4: Vor- und Nachteile & Meine Meinung

  • Einleitung des Teils:
    • „Nun komme ich zu den Vor- und Nachteilen.“
    • „Dieses Thema hat, wie viele andere auch, verschiedene Seiten.“
  • Vorteile nennen (Pros):
    • „Ein großer Vorteil ist, dass…“
    • „Auf der einen Seite kann man sagen, dass…“
    • „Positiv ist auch, dass…“
    • „Dafür spricht, dass…“
  • Nachteile nennen (Cons):
    • „Ein wichtiger Nachteil ist aber, dass…“
    • „Auf der anderen Seite ist es negativ, dass…“
    • „Dagegen spricht, dass…“
    • „Man darf aber nicht vergessen, dass…“
  • Eigene Meinung äußern:
    • „Ich persönlich denke/finde/glaube, dass…“
    • „Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass…“
    • „Ich bin der festen Überzeugung, dass…“
    • „Wenn ich die Vor- und Nachteile vergleiche, komme ich zu dem Schluss, dass…“

Folie 5: Abschluss & Dank

  • Zusammenfassen & Beenden:
    • „Damit komme ich zum Schluss meiner Präsentation.“
    • „Zusammenfassend möchte ich sagen, dass…“
    • „Mein Fazit ist also…“
  • Danken:
    • „Ich bedanke mich bei Ihnen/euch für Ihre/eure Aufmerksamkeit.“
    • „Vielen Dank für das Zuhören.“
    • „Wenn Sie/ihr Fragen habt, beantworte ich sie gerne.“

Teil 3: Redemittel für die Diskussion


A. Nach der Präsentation des Partners/der Partnerin

1. Rückmeldung geben (Giving feedback)
  • „Danke für deine interessante Präsentation.“
  • „Vielen Dank, das war ein sehr spannender Vortrag.“
  • „Ich fand deine Präsentation sehr gut strukturiert und informativ.“
  • „Besonders interessant fand ich den Punkt, dass…“
  • „Was du über dein Heimatland erzählt hast, war für mich ganz neu.“
2. Eine Frage stellen (Asking a question)
  • „Ich habe noch eine Frage: Du hast gesagt, dass… Könntest du das genauer erklären?“
  • „Mich würde noch interessieren: Was ist deine persönliche Meinung zu…?“
  • „Gibt es in deinem Heimatland auch Diskussionen über dieses Thema?“
  • „Du hast die Vorteile von X genannt. Glaubst du, es gibt auch Risiken?“

B. Nach Ihrer eigenen Präsentation

Auf Fragen antworten (Answering questions)
  • Wenn du die Frage verstanden hast:
    • „Das ist eine gute Frage. Ich denke, dass…“
    • „Danke für die Frage. Aus meiner Sicht ist es so: …“
    • „Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Meiner Meinung nach…“
  • Wenn du unsicher bist oder Zeit zum Denken brauchst:
    • „Entschuldigung, könnten Sie/könntest du die Frage bitte wiederholen?“ (Excuse me, could you please repeat the question?)
    • „Habe ich Sie/dich richtig verstanden? Sie fragen/Du fragst, ob…?“ (Did I understand you correctly? You’re asking if…?)
  • Wenn du die Frage nicht verstanden hast:
    • „Es tut mir leid, ich habe die Frage akustisch/inhaltlich nicht ganz verstanden. Könnten Sie/könntest du das bitte anders formulieren?“ (I’m sorry, I didn’t quite understand the question (audibly/content-wise). Could you please phrase that differently?)

Teil 4: Musterpräsentation zum Thema „Sehen Kinder zu viel fern?“

(Gesamtdauer: ca. 3 Minuten)

(Folie 1: Einleitung)
Guten Tag zusammen. Ich möchte heute über das aktuelle Thema „Sehen Kinder zu viel fern?“ sprechen. Ich habe dieses Thema gewählt, weil es in vielen Familien eine wichtige Rolle spielt. Zuerst spreche ich über meine persönlichen Erfahrungen, danach über die Situation in meinem Heimatland China. Anschließend nenne ich einige Vor- und Nachteile und sage meine Meinung dazu. Zum Schluss fasse ich alles kurz zusammen.

(Folie 2: Meine persönlichen Erfahrungen)
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass das Fernsehen in meiner Kindheit sehr wichtig war. Ich durfte jeden Tag eine Stunde fernsehen, aber nur, nachdem ich meine Hausaufgaben gemacht hatte. Das war eine Belohnung für mich. Ich erinnere mich, dass ich am liebsten Zeichentrickfilme (cartoons) gesehen habe.

(Folie 3: Situation in meinem Heimatland)
Jetzt zur Situation in meinem Heimatland China. Dort ist der Druck in der Schule sehr hoch. Viele Eltern erlauben ihren Kindern nur am Wochenende fernzusehen. Sie haben Angst, dass die Kinder sonst zu schlechte Noten bekommen. Andererseits benutzen viele junge Eltern heute auch Tablets oder Smartphones, um ihre kleinen Kinder zu beschäftigen, zum Beispiel im Restaurant. Das ist ein relativ neues Phänomen.

(Folie 4: Vor- und Nachteile & Meine Meinung)
Dieses Thema hat natürlich verschiedene Seiten. Ein Vorteil ist sicher, dass Kinder durch bestimmte Sendungen viel lernen können, zum Beispiel über Tiere, Natur oder andere Kulturen. Es kann auch entspannend sein.
Ein großer Nachteil ist aber, dass sich die Kinder zu wenig bewegen, wenn sie nur vor dem Fernseher sitzen. Das ist ungesund. Außerdem können sie den Kontakt zu Freunden verlieren.
Meiner Meinung nach ist Fernsehen nicht grundsätzlich schlecht, aber die Menge ist entscheidend (the amount is crucial). Eltern sollten kontrollieren, was und wie lange ihre Kinder fernsehen.

(Folie 5: Abschluss & Dank)
Damit bin ich am Ende meiner Präsentation. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ein bewusster Umgang mit dem Fernsehen am wichtigsten ist.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich beantworte jetzt gerne Ihre Fragen.