Die bekannteste weiterführende Schule ist das Gymnasium. Der Unterricht dort ist sehr theoretisch und bereitet auf die Universität vor. Nach der 12. oder 13. Klasse macht man dort den Abschluss, das Abitur. Mit dem Abitur kann man an einer Universität in Deutschland studieren. Andere Schultypen wie die Realschule oder die Hauptschule sind praxisorientierter und enden früher.
Ein sehr wichtiger und respektierter Weg in Deutschland ist die duale Berufsausbildung. Dabei lernt man einen Beruf nicht nur in der Schule, sondern direkt in der Praxis. Man arbeitet an drei oder vier Tagen pro Woche in einem Betrieb und geht an ein oder zwei Tagen in eine spezielle Berufsschule . Diese Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre und danach ist man eine gefragte Fachkraft.
Bildung ist in Deutschland Ländersache. Das bedeutet, jedes der 16 Bundesländer hat sein eigenes Schulsystem und eigene Regeln. Deshalb gibt es Unterschiede: Die Namen der Schultypen können anders sein, die Lehrpläne sind nicht identisch und – ganz wichtig für Familien – die Schulferien sind in den Bundesländern zu unterschiedlichen Zeiten! So will man verhindern, dass alle Deutschen gleichzeitig in den Urlaub fahren und die Autobahnen überfüllt sind.
Das deutsche Notensystem ist für viele Ausländer überraschend, denn es ist „umgekehrt“. Die beste Note ist eine 1 (sehr gut) und die schlechteste Note ist eine 6 (ungenügend). Eine 4 (ausreichend) bedeutet, man hat gerade noch bestanden. Also nicht erschrecken, wenn ein deutsches Kind stolz mit einer „1“ nach Hause kommt!
