Deutsche Landeskunde und Kultur für Deutschlernende: Ostern und Frühlingsbräuche

Ostern ist für Christen das Fest der Auferstehung (resurrection) von Jesus Christus.

Es findet immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling statt. Deshalb hat es jedes Jahr ein anderes Datum im März oder April. Die Feiertage sind der Karfreitag (der Freitag vor Ostern) und der Ostermontag.

Für die meisten Familien, auch für nicht-religiöse, ist Ostern heute vor allem ein Familienfest mit vielen schönen Bräuchen.

Am Ostersamstag oder Ostersonntag werden hartgekochte Eier bunt gefärbt oder ausgeblasene Eier bemalt. Diese bunten Ostereier werden dann an Zweige gehängt, um das Haus zu schmücken.

Der Höhepunkt für die Kinder ist der Ostersonntag. Ihnen wird erzählt, dass der Osterhase in der Nacht gekommen ist und im Garten oder in der Wohnung Nester mit Ostereiern und Schokolade versteckt hat. Nach dem Frühstück dürfen die Kinder dann mit kleinen Körben loslaufen und alles suchen. Zum Oster-Mittagessen gibt es oft Lammfleisch, und viele Familien backen einen Kuchen in Form eines Lammes (Osterlamm).

Regionale Besonderheit (Regional Specificity)

Ein besonders eindrucksvoller Brauch ist das Osterfeuer. Vor allem in Nord- und Mitteldeutschland treffen sich die Menschen am Abend des Ostersamstags in ihren Dörfern und Städten. Dort werden riesige Haufen aus Holz und Ästen angezündet. Diese großen Feuer sollen symbolisch den Winter „verbrennen“ und den Frühling willkommen heißen. Es ist ein soziales Ereignis, bei dem man Nachbarn trifft, etwas trinkt und feiert.

Wusstest du schon? (Fun Fact)

In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai gibt es einen weiteren beliebten Frühlingsbrauch: den Tanz in den Mai. Viele Menschen gehen an diesem Abend auf Partys und Feste, um das Ende der kalten Jahreszeit und den Beginn des Wonnemonats (merry month) Mai zu feiern. Pünktlich um Mitternacht begrüßt man den Mai oft mit lauter Musik und Tanz.