Deutsche Landeskunde und Kultur für Deutschlernende: Das politische System Deutschlands

 

Deutschland ist eine Demokratie. Das bedeutet, die Macht kommt vom Volk.

Alle vier Jahre können die Deutschen bei der Bundestagswahl wählen. Sie wählen Politiker in den Bundestag, das deutsche Parlament.

Der Bundestag ist das wichtigste Organ (institution) in Deutschland, denn er macht die Gesetze für das ganze Land.

Nach der Wahl ist die wichtigste Aufgabe des Bundestags, eine Regierung zu bilden und einen Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin zu wählen. Diese Person ist der Chef oder die Chefin der Regierung.

Oft hat eine Partei allein nicht genug Stimmen, um zu regieren. Dann müssen zwei oder mehr Parteien zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit nennt man eine Koalition (coalition).

Es gibt in Deutschland viele politische Parteien. Die größten und bekanntesten sind zum Beispiel die CDU/CSU, die SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die FDP.

Jede Partei hat andere Ideen, wie man Probleme in Deutschland lösen kann, zum Beispiel in der Umwelt-, Wirtschafts- oder Sozialpolitik.

Regionale Besonderheit (Regional Specificity)

Ein sehr wichtiges Prinzip in Deutschland ist der Föderalismus(federalism). Das bedeutet, dass nicht nur die Regierung in Berlin alles entscheidet. Jedes der 16 Bundesländer hat eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament. Diese entscheiden zum Beispiel über die Schulen, die Universitäten und die Polizei. Deshalb kann der Schulunterricht in Bayern anders sein als in Nordrhein-Westfalen.

Wusstest du schon? (Fun Fact)

Das Gebäude vom Bundestag in Berlin, der „Reichstag“, hat eine riesige Kuppel aus Glas. Besucher können in diese Kuppel gehen und von oben direkt in den Plenarsaal schauen, wo die Politiker arbeiten. Das soll symbolisieren (to symbolize): Die Politik soll für die Bürger transparent sein, also offen und verständlich.