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德语慢速新闻:26.12.2013

作者:德国之声   来源:德国之声网站  阅读次数:   类别:德语听力 B1-B2 

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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Hälfte seines Kabinetts ausgetauscht. Wie Erdogan nach einem Treffen mit Präsident Abdullah Gül mitteilte, wurden insgesamt zehn neue Minister ernannt. Unter ihnen sind auch die für die Ressorts Justiz und Europaangelegenheiten. Zuvor waren bereits die drei Minister für Wirtschaft, Inneres und Umwelt wegen eines Korruptionsskandals zurückgetreten. Die Söhne der drei Politiker waren im Zuge der Ermittlungen ins Visier der Justiz geraten. Den Festgenommenen wird vorgeworfen, einem kriminellen Ring angehört zu haben. Dieser soll die Bestechung von Politikern organisiert haben, um illegale Goldgeschäfte der staatlichen Halkbank mit dem Iran zu vertuschen und grünes Licht für umstrittene Bauprojekte zu erhalten. Die zurückgetretenen Minister beschuldigen auch Erdogan, in die Affäre verwickelt zu sein, und fordern seinen Rücktritt.

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Die ägyptische Übergangsregierung hat die Muslimbruderschaft offiziell zu einer Terrororganisation erklärt. Sie sei für einen Anschlag auf eine Polizeizentrale im Norden Ägyptens in der Stadt Mansura verantwortlich. Die Muslimbruderschaft selbst hat den Anschlag mit 16 Toten und 140 Verletzten verurteilt. Zu diesem bekannte sich die aus dem Sinai operierende Islamistengruppe Ansar Bait al-Makdis. Die Entscheidung der Regierung ermöglicht es nun den Sicherheitsbehörden, Anhänger der bereits verbotenen Muslimbruderschaft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung anzuklagen. Ebenso können Unterstützer belangt werden. Die ägyptische Muslimbruderschaft will trotz eines Demonstrationsverbots weiter auf die Straße gehen. Die Einstufung als Terrororganisation sei "ungültig", sagte ein Mitglied des Exekutivrats. Die Muslimbrüder hatten Ende 2011 die Parlamentswahlen gewonnen. Derzeit sind Tausende Anhänger inhaftiert, darunter ein Großteil der Führung sowie der im Juli gestürzte Präsident Mohammed Mursi.

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Der südsudanesische Präsident Salva Kiir hat zu einem sofortigen Ende der Gewalt in seinem Land aufgerufen. Es sei nicht akzeptabel, dass Menschen nur wegen ihrer Stammeszugehörigkeit angegriffen würden. Zuvor hatten sowohl der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, als auch die Afrikanische Union die Konfliktparteien zu einer friedlichen Lösung aufgefordert. Laut UN benötigen Hilfsorganisationen bis März etwa 166 Millionen US-Dollar zum Unterhalt der Flüchtlingslager sowie für Lebensmittel und Gesundheitsvorsorge. Im Südsudan kämpfen Anhänger Kiirs gegen Verbündete seines ehemaligen Stellvertreters Riek Machar. Um einen Bürgerkrieg zu verhindern, haben die UN beschlossen, die Zahl der Blauhelm-Soldaten in dem ölreichen Land auf 12.500 nahezu zu verdoppeln. UN-Schätzungen zufolge sind Tausende Menschen seit Beginn der Kämpfe vor zehn Tagen getötet worden, Zehntausende sind auf der Flucht.

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Der rechtskonservative japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat den umstrittenen Yasukuni-Schrein für die Kriegstoten des Landes besucht. Abe ist der erste japanische Ministerpräsident, der an dem Schrein betete, seitdem der damalige Regierungschef Junichiro Koizumi am 15. August 2006 anlässlich des Jahrestages der japanischen Niederlage im Zweiten Weltkrieg dort war. In dem Heiligtum unweit des Kaiserpalastes in Tokio werden auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt. Abe ist jetzt ein Jahr im Amt. Die chinesische Regierung verurteilte den Besuch scharf.

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Bei einem Bootsunglück in der Karibik sind 17 Flüchtlinge aus Haiti ums Leben gekommen. Ihr Boot sei gekentert, als es von einem Polizeischiff auf die Turks- und Caicosinseln geschleppt wurde, teilte die Regierung des britischen Überseegebietes mit. 33 Bootsinsassen wurden gerettet. Sie warten nun in einem Flüchtlingslager darauf, in ihre Heimat zurückgebracht zu werden. Jedes Jahr wagen Hunderte Haitianer die gefährliche Überfahrt übers offene Meer, um der Armut im Land zu entkommen. Im November kamen beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor den Bahamas rund 30 Haitianer ums Leben. Im Mai 2007 starben mehr als 60 Menschen vor den Turks- und Caicosinseln.